Einmal Jökullsarlón und zurück

Heute morgen ging es eine Stunde eher los, als gestern, sprich um kurz nach 7 wurde gefrühstückt und um 8 wollten wir dann im Auto sitzen. Wir haben uns gewaltig was vorgenommen, was im Endeffekt dann so aussah:

Der Wetterbericht versprach heute gutes Wetter mit Sonne, erst zum Abend hin sollte es wieder leicht schneien. Der obligatorische Blick auf die Straßen ließ mich leicht zurückschrecken. Alle Teilstücke im Südwesten unserer Route waren orange (spots of ice) oder blau (slippery) markiert. Dann sollte es eben etwas langsamer voran gehen, Hauptsache wir kommen an!

Auf der ersten Anhöhe von Reykjavik nach Sellfoss war dann auch schon von der Straße nicht mehr viel zu sehen. Der Wind blies den Schnee über die komplette Fahrbahn. Das stört die einheimischen aber nicht, und so wird mit 90 Sachen oder mehr eben überholt. Aber schon an diesem ersten Bild sieht man, das es tatsächlih ein sonniger Tag werden sollte.


Weiter ging es dann zum Seljalandsfoss. Einem schönen Wasserfall hinter dem man im Sommer hergehen kann ohne sonderlich nass zu werden. 



Im Winter war leider nichts zu machen, die Wege waren gesperrt, und das war glaub ich auch gut so. (Rechts erkennt man vielleicht noch die Treppe unter Eis und Schnee)

Hier nochmal der Wasserfall in Gänze:





An der Kante sind noch weitere Wasserfälle. Diese sind aber nicht so spektakulär wie der Seljalandsfoss. Außerdem war es ganz schön glatt und ohne Spikes unter den Schuhen wirklich schwer zu bewerkstelligen.



Weiter ging die Fahrt immer auf der Ringstrasse zu dem wohl mittlerweile bekanntesten Vulkan Islands, dem Eyafjallajökull, wobei der Vulkan eigentlich unter einem Gletscher (Jökull) liegt und der Vulkan somit nur Eyafjalla heißt!







Danach sind wir weiter Richtung Myrdalsjökull gefahren. 



Kurz vor der Ortschaft Vik i Myrdal haben wir noch einen kurzen Abstecher auf die Halbinsel Dyrhóley gemacht. Der hat sich wirklich gelohnt. Von hier sieht man unter anderem die versteinerten Trolle und den schwarzen Sandstrand. 









Und wenn man auf Island ist, was muss nahezu jedes weibliche Wesen anfassen...







Nach dem kleinen Abstecher ging es dann weiter auf der 1 nach Osten.

In Vik haben wir kurz auf einem Berg gehalten um von dort nochmal die versteinerten Trolle abzulichten.



So sehen viele Kirchen in den ländlichen Regionen in Island aus.



Dann ging es weiter durch das Skaftárhreppur, oder auch die große Ödnes. Die beiden Bilder sind nur 100m von der Ringstrasse ab in einer schmalen Nebenstraße entstanden.




Durch diese Art von Landschaft fährt man gut eine halbe Stunde, bis sie sich wieder ändert. Dann bekommt man einen Blick auf eine sehr große Gletscherzunge. 



Zur Orientierung einmal Ein Bild von oben. Ganz rechts bei der Luftaufnahme sieht man einen See, das war unser Tagesziel, der Jökullsarlón.



Noch ein ganz kurzer Stop vor dem Skaftafjelljökoll, den wir aber zeitlich auch nicht mehr geschafft haben. Außerdem waren die Straßenbedingungen hier auch nicht die besten für einen Hyundai i30.





Dann waren wir endlich da. Der Gletschersee lag vor uns und war zum Teil vereist. Ein Grund warum keine abgebrochenen Eisberge unter der Brücke an den Strand gespült wurden. Schade eigentlich, war es doch das, was ich bei meinem letzten Island-Trip vor 10 Jahren mit am schönsten fand.





Hier mal ein altes Bild vom Strand, vor knapp 10 Jahren:



Im Anschluss ging es mit nur zwei ganz kurzen Stops die ca. 350 Kilometer wieder zurück nach Reykjavik.

Kurze Erkenntnis für diesen Tag: Im Gegensatz zu damals gibt es deutlich mehr Touristen, sehr viele Asiaten und Osteuropäer, aber auch Amerikaner sind an den touristischen HotSpots zu finden. Manchmal leider zu viele. Und gefühlt gibt es mittlerweile auch mehr Bäume als damals. Ein Trip dieser Länge ist wirklich Grenzwertig und man sollte vorher auch wieder einen Blick auf die Straßenzustände werfen. Wenn die Ringstraße gesperrt wird, kommt man nicht mehr zu seiner Unterkunft und muss sich auf der Strecke was suchen! 


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